Raspberry Pi – Erste Schritte (Debian)

Das aktuelle Debian Squeeze Image könnt ihr euch direkt im Downloadbereich von Raspberrypi.org runterladen und anschließend mit ‚dd‘ (Mac und Linux) oder Win32DiskImager (Windows) auf eure SD-Karte schreiben.

Schließt alle Kabel an (HDMI/SVIDEO, Tastatur, Maus, Netzwerkkabel) und zum Schluss das Netzteil.

Nach dem ersten Start landet ihr beim Login.
Benutzername und Passwort lauten:

HINWEIS: Denk dran, das KEIN deutsches Tastaturlayout eingestellt ist und sich das ‚y‘ auf der Taste ‚z‘ befindet 😉

Updates durchführen

Nun solltet ihr euer System aktualisieren. Eine komplette Aktualisierung könnt ihr mit dem Befehl

und dann

durchführen.

Systemsprache auf deutsch umstellen

Anschließend wählt ihr ‚de_DE.UTF-8‘ und klickt auf <;OK>;

Im nächsten Fenster wählt ihr die Standardeinstellung ‚de_DE.UTF8‘ aus

im Anschluss wird die ‚lokale‘ automatisch erstellt

deutsche Tastatur einstellen

und folgt dem Assistenten.

oder

und ändert die Zeile

in

Um die Änderungen zu übernehmen, bedarf es eines Neustarts.


Solltet es beim Mappen der Tastatur während des reboot lange dauern (beim keymap), gebt folgenden Befehl in der Konsole ein und startet anschließend noch einmal neu

Zeitzone einstellen

Nun als erstes ‚Europe‘ wählen

und im Anschluss ‚Berlin‘

Nach klick auf <;OK>; wird die Zeitzone geändert

Passwort ändern

nun könnt ihr dem Benutzer ‚pi‘ ein neues Passwort vergeben.

SSH aktivieren

Mit

startet ihr den SSH Dienst. Im Anschluss könnt ihr euch z.B. mit Putty von einen anderen Rechner remote auf eure Raspi Konsole verbinden

Möchtet ihr das SSH Dienst beim booten des Systems gestartet wird, könnt ihr dies wie folgt aktivieren

Partition an SD-Karte anpassen

Dies habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben und könnt ihr hier nachlesen:

Raspberry Pi – Partition an größere Sd-Karte anpassen

Raspberry Pi – Partition an größere Sd-Karte anpassen

Es gibt zwei Möglichkeiten den ungenutzten Speicherplatz auf der SD-Karte zu nutzen:

1. eine neue Partition erstellen, die den kompletten ungenutzten  Speicher nutzt und diese dann mounten
2. die bestehende Partition um den ungenutzten Speicherplatz vergrößern

UPDATE: Seit Debian Wheezy könnt ihr auch einfach mittels folgenden Befehl die RaspberryPi Konfiguration aufrufen und dort den Menüpunkt „Expand Filesystem“ auswählen. Anschließend einmal Neustarten und schon ist die Partition an die komplette SD-Karte angepasst

alternativ die manuelle Methode:

Hier wird die zweite Möglichkeit anhand des original Debian Squeeze Image von RaspberryPi.org gezeigt. (Anpassung an eine 4GB SD-Karte)

Das bereitgestellte Debian Image besteht aus drei Partitionen und ist für 2GB Sd-Karten erstellt. Die erste ist mit FAT32 formatiert welche von der GPU gelesen wird um sich selbst und den ARM zu booten. Die zweite ist eine EXT4 Partition die den größten Teil des Images ausmacht. Zum Schluss gibt es noch eine kleine SWAP Partition.

Wir müssen die SWAP und EXT4-Partition löschen, anschließend die EXT4 Partition über den gesamt verfügbaren Speicherplatz wiederherstellen und das Dateisystem daran anpassen. Dies geschieht (wenn alles richtig gemacht wird) OHNE Datenverlust.

Bei den nächsten Schritten könnten eure ganzen Daten auf der SD-Karte verloren gehen. Macht euch also ein Backup, falls sich bereits wichtige Daten darauf befinden. Sollte nur das Roh-Image auf der Karte sein, braucht ihr Euch ja keine Gedanken machen und könnt im Notfall das Image einfach wieder neu auf die Karte aufspielen.

(kleiner Hinweis: dies hier wurde wie oben bereits genannt mit einer Debian Squeeze Installation durchgeführt. Andere Linuxe und Debian Wheeze brauchen die -uc Option nicht mehr. Solltet ihr einen Fehler bekommen, versucht es einfach ohne das -uc)

Nun ist fdisk zum Partitionieren gestartet. Gebt ‚p‚ ein um euch die Partitionstabelle anzeigen zu lassen (das sieht dann in etwa wie auf dem folgenden Bild aus)

Wir müssen nun die Partition 3 und dann Partition 2 löschen. Hierbei werden keine Daten gelöscht sondern nur die Partitionen! Erst den Befehl ‚d‚ (delete) aufrufen, dann werdet ihr nach einer Partition gefragt ‚3‚. Nun wieder ‚d‚ und dann ‚2‚.

Jetzt erstellen wir eine neue primäre Partition:
n‚ (new), ‚p‚ (primär) und dann die Taste ‚2‚ für die Anzahl der zu erstellenden Partitionen.
Nun schreibt als Startsektor wieder den bisherigen Wert hin (die Nummer die bei „Start“ von /dev/mmcblk0p2 steht; in diesem Beispiel 157696).
Verwendet auf keinen Fall den Default-Wert, sonst kann Debian die Daten nicht finden!

Als letzten Sektor nutzt den Standard der angezeigt wird und drückt einfach die Enter-Taste.

Mit ‚w‚ schreibt ihr die Partitionstabelle neu. Da die Partitionen in Benutzung sind, wird nicht geschrieben werden können. Ihr müsst an dieser Stelle das System neu starten. Verlasst fdisk und gebt

ein. Dadurch werden die Änderungen übernommen.

Meldet euch wieder am System an. Nun muss das Dateisystem mit folgendem Befehl an die neue Größe angepasst werden:

Dies kann eine Weile dauern und wenn das geschehen ist, habt ihr es geschafft. 🙂

Mit dem Befehl

sollte nun wie unten zu sehen ist der gesamte Speicherplatz genutzt werden.

Da ein wenig SWAP ist ganz ok, werden wir eine 128MB SWAP-Datei erstellen.

Der Befehl ‚dd‚ wird einen Moment Zeit beanspruchen. Je nach Geschwindigkeit und Größe der SD-Karte kann dies auch ein Paar Minuten dauern. Damit die SWAP-Datei beim Booten eingebunden wird, muss die /etc/fstab bearbeitet werden. Dies macht ihr mit folgendem Befehl:

schaut in der letzten Zeile und ändert

in

damit beim nächsten Start die SWAP-Datei automatisch eingebunden/konfiguriert wird.

Wo wir gerade beim Editieren von /etc/fstab sind, sollten wir ein bisschen Ordnung machen und ein Paar neue Zeilen einfügen um die root Partition neu einzubinden und ein wenig effizienter zu machen. So sieht meine /etc/fstab aus:

Die Ergänzung von root (mmcblk0p2) und den Parametern noatime und nodiratime wird manche Dinge etwas schneller machen.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt das System noch mal neu zu starten. Überprüft mit dem Befehl

ob die SWAP-Datei aktiviert ist.

 

Quelle: project.drogon.net – initial-setup

UPDATE: Seit Debian Wheezy könnt ihr auch einfach mittels folgenden Befehl die RaspberryPi Konfiguration aufrufen und dort den Menüpunkt „Expand Filesystem“ auswählen. Anschließend einmal Neustarten und schon ist die Partition an die komplette SD-Karte angepasst